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Mein Blockflötenunterricht

Veröffentlicht am 11.07.2015

Bisher habe ich in meinem Blog überwiegend über meine Querflötenschüler geschrieben. Nun möchte ich mich explizit meinen Blockflötenschülern zuwenden. Einiges trifft auch auf sie zu, z.B. dass sie die Unterstützung der Familie brauchen. Besonders wichtig wird das für die jüngsten unter meinen Schülern. Ich hatte bereits 4-jährige Blockflötenkinder. Die Kleinen können noch nicht alleine üben. Da müssen Mutti oder Papa dabei sein und sich vorspielen lassen, was die Kinder üben sollen, mal schauen und hören, ob es ungefähr so klingt, wie sie die Kinderlieder auch kennen und Mut machen, wenn es nicht klappen will. Auch an das Üben müssen die Kleinen besonders erinnert werden. Eine tägliche Pflicht, wie das Flöte üben, sind sie noch nicht gewöhnt. Hier liegt die Betonung auf dem Wort täglich. Es muss gar nicht lange sein. Maximal 10 Minuten reichen aus. Aber die ständige Wiederholung des Gelernten, der Griffabläufe, des Melodiehörens sind wichtig für die Kleinen. Gibt man ihrem Gequengel oft nach, wenn sie keine Lust haben, vergessen sie vieles schnell wieder. Ich muss es im Unterricht erneut mit ihnen üben. Dazu haben sie dann keine Lust mehr. Auch können meine kleinen Blockflötenschüler noch nicht den Zusammenhang von einem positiven Erlebnis im Flötenunterricht und ihrer Mitarbeit zu Hause erkennen. Meine Erfahrung im Unterricht mit den Jüngsten im Alter zwischen 5 und 7 Jahren ist, dass sie in der Regel viel mehr lernen und leisten können, als wir Erwachsenen ihnen zutrauen. Ich probiere das im Unterricht einfach aus. Und ich bin immer wieder überrascht, wie viel und wie schnell die Kinder in diesem Alter Wissen aufnehmen und umsetzen können. Der Unterricht mit den Anfängern im Blockflötenunterricht dauert anfangs nur 30 Minuten. In den seltensten Fällen flöten wir die ganze Zeit. Oft trommeln wir noch ein bisschen auf Keksdosen mit Trommelstöcken oder Teelöffeln. Dazu lernen wir lustige Verse. Das dient dem rhythmischen Training. Wir spielen Echo mit den Keksdosentrommeln. Oder ich packe mein Hör-Memory aus – ein Spiel, welches die Konzentration schult und das Hören trainiert. Für das Noten lesen habe ich das „Oma-Gertrud-Spiel“. Oma Gertrud ist eine lustige Holzfigur, welche zusammen mit anderen Holzfiguren den Kindern spielerisch das Noten lesen vermittelt. Wenn die Kinder schon einige Zeit im Flötenunterricht sind, beginne ich, mit ihnen Lieder zur CD zu spielen. Das machen auch die Querflötenkinder sehr gerne. Da ich es finanziell und organisatorisch nicht ermöglichen kann, dass wir jederzeit auf einen Klavierbegleiter zurückgreifen können, ist die CD eine gute Alternative. Die Kinder spielen komplett ihre Melodie. Auf der CD ist nur die Begleitstimme. Aber die CD hält nicht an und gibt nicht im Tempo nach. Die Kinder müssen also im Tempo bleiben, auf die CD hören und wenn sie sich verspielen wieder den Anschluss finden. Das ist eine gute Schule für das gemeinsame Musizieren. Und meine Blockflötenkinder haben viel Spaß an coolen CD-Begleitungen zu bekannten Melodien aus Kinderfilmen, Pophits oder beliebten klassischen Stücken. Bei öffentlichen Auftritten in Schule oder Kindergarten haben sie immer viel Erfolg damit und ernten begeisterten Beifall. Dieses Erfolgserlebnis ist auch für meine jüngsten Flötenschüler ganz wichtig.